Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Der Begriff „filigran“ findet heutzutage Verwendung, um feingliedrige Gegenstände wie etwa Schmuckstücke oder Goldschmiedearbeiten zu beschreiben. Das Wort selbst zeichnet sich durch eine lateinische Herkunft aus und setzt sich aus zwei Begriffen zusammen. Die Basis bildet das lateinische Wort „filum“, übersetzbar mit Faden. Der zweite Wortbestandteil stammt von „granum“, was im Lateinischen so viel wie Korn oder Perle bedeutet. Der Begriff nahm Einzug in die italienische sowie die französische Sprache und verbreitete sich schliesslich auch im deutschsprachigen Raum. Während er heutzutage manchmal sogar zur Beschreibung von Bauwerken zum Einsatz kommt, verwenden Juweliere ihn zur Charakterisierung der filigranen Verarbeitung von Edelmetallen.
Bei der Filigranarbeit handelt es sich um einen speziellen Stil der Drahtbiege-Technik. Das Grundmaterial bilden dünne Drähte aus Metall wie etwa Goldfäden. Der Goldschmied dreht diese Drähte oft so, dass sie wie zierliche Kordeln aussehen. Ihre Formen erinnern an winzige Seile. Das Rohmaterial für diese Schmuckstücke ist oft Silber oder Gold. Den Hintergrund für die meist ornamentalen Muster bildet das gleiche Metall, das sich auch in den Drähten wiederfindet. Goldfäden platziert der Juwelier demzufolge auf einem Gold-Grund. Dabei kommen Lötverbindungen zum Einsatz. Neben den gekordelten Drähten findest du bei Filigranarbeiten manchmal auch Metallperlen, die auf den Fäden platziert sind.
Historische Belege geben Hinweise darauf, dass Techniken vergleichbar mit der Filigranarbeit schon 3000 Jahre vor Christus Anwendung fanden. Entsprechende Schmiedearbeiten erfolgten zunächst in Mesopotamien. In der Region ist bis heute eine Schmiedekunst unter dem Namen „Telkari“ bekannt. Für das zweite Jahrtausend vor Christus finden sich Beweise für die Existenz der Filigranarbeit in Troja, später übte sich auch das Volk der Etrusker in der anspruchsvollen Kunst. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts stieg der Beliebtheitsgrad der Filigranarbeit in Italien und Frankreich. Südeuropäische Länder wie Portugal und Spanien nutzten die Technik ebenfalls und brachten sie in die Niederlande und Friesland. Die Kunst der stilvollen Geflechte breitete sich ausserdem im Alpenraum aus. Im Orient ist die Filigranarbeit bis heute beliebt und kommt beispielsweise bei der Herstellung von Trachtenschmuck zum Einsatz.
Die filigranen Geflechte sind von alter Herkunft und bestehen aus Edelmetallen. Der Goldschmied verwendet dünne Drähte gleich eines Fadens und verdreht und verwebt diese miteinander. Wo sich die Drähte berühren, verbindet er sie durch Löten. Das Bearbeiten der feinen Drähte erfordert viel handwerkliche Erfahrung. Das Geflecht beinhaltet nicht nur Fäden, sondern in manchen Fällen auch metallene Perlen oder Bänder. Die Elemente der Filigranarbeit, wie Fäden, Perlen und Bänder, ordnet der Goldschmied zu kunstvollen Mustern, Strukturen oder gar plastischen Körpern an. Fehler bei der Verarbeitung lassen sich im Nachhinein nur schwer wieder ausbessern, da die Drähte eng miteinander verwoben sind.
Bei der Herstellung von Filigranarbeit schöpfen Goldschmiede den Funktionsumfang von metallenen Fäden aus. Oft verdrehen die Schmuckexperten mehrere Fäden so ineinander, dass filigrane Kordeln entstehen. Diese Technik ist auch unter der Bezeichnung Kordierung bekannt. Diese gedrehten oder gekordelten Fäden wiederum verwebt der Goldschmied so miteinander, dass detaillierte Musterungen entstehen. An den Berührungspunkten lötet der Juwelier das Metall, um Stabilität zu erreichen. Dennoch sind Schmuckstücke im Stil der Filigranarbeit mit viel Behutsamkeit zu handhaben, um ihnen keinen Schaden zuzufügen.
Die Filigranarbeit eignet sich hervorragend für die Anfertigung aussergewöhnlicher, individueller Schmuckstücke, die Wertigkeit ausstrahlen und echte Blickfänger sind. Schon in ihrer Herkunftsregion Mesopotamien kam die Filigranarbeit auch bei der Herstellung von Schmuck zum Einsatz. Typische Verwendungsbeispiele sind etwa Ohrringe, Kettenanhänger, Ringe und Broschen. Zudem fanden filigrane Schmuckstücke bei Knöpfen Verwendung. Und schliesslich entstanden auch Kreuze im Stil der Filigranarbeit. Bis heute nutzen bestimmte Kulturen filigranen Schmuck ausserdem bei ihren traditionellen Trachten. Typische Verwendungsbeispiele der Filigranarbeit:
Die Herstellung von filigranen Schmuckstücken erfordert viel handwerkliches Geschick, Erfahrung und Kenntnis der Eigenschaften der verwendeten Materialien. So fällt die Filigranarbeit in den Aufgabenbereich von Goldschmieden. Zu früheren Zeiten beherrschten zahlreiche Juweliere in den Regionen, in denen die Filigranarbeit beliebt war, diese Technik. In der heutigen Zeit sind nur noch einige Goldschmiede auf die Produktion dieser anspruchsvollen Schmuckstücke spezialisiert. Wenn du dich selbst in der Herstellung von filigranem Schmuck versuchen möchtest, sammle zunächst Erfahrung im Löten von Edelmetallen.
Ob Lippenpiercing, Dehnschnecken im Ohr oder Loch in der Nase: Piercings sind bei Frauen und Männern beliebt. Zu den ältesten und populärsten Trends zählt vor allem das Septum-Piercing. Es sitzt an der Nase – einer Körperstelle, die sich besonders gut für Piercingschmuck eignet. Besonders das klassische Septum-Hufeisen sehen wir heute bei vielen Menschen, denn es sticht mit seiner auffälligen Form heraus. Bevor du dich für ein neues Piercing entscheidest, gibt es jedoch einige Punkte zum Thema Septum-Stechen zu beachten. Erfahre zum Beispiel, wovon die Heilungsdauer abhängt, wie es um die Schmerzen steht und was du bei der Pflege beachtest.
Armbänder gehören einfach zum Sommerlook. Auf gebräunter Haut wirken die bunten Bändchen verspielt und lässig – oder auch rustikal, je nach Material. In Urlaubsorten werden sie für kleines Geld von Strassenhändlern oder in Souvenirläden angeboten. Aber aus welchem Grund solltest du sie eigentlich kaufen? Du kannst doch problemlos Armbänder selber machen, die mindestens ebenso gut aussehen. Und das Beste daran ist: Selbst gemachte Armbänder sind immer genau nach deinem Geschmack. Hier erfährst du alles Wissenswerte zum Thema „Armbänder selber machen“.
In der Welt der Edelsteine ist der Tansanit einer jener Kristalle, deren Farbe geradezu mystisch schimmert und der wegen seiner Seltenheit besondere Exklusivität geniesst. Zwar gibt es den Tansanit in mehreren Tönungen, doch es ist vor allem sein überirdisch erscheinendes Tiefblau, das Ringe, Anhänger, Ohrringe und Halsketten ziert und die Blicke auf sich zieht. Sein Name verdankt er seinem Fundort: Tansania in Afrika. Hier wurde der Tansanit entdeckt und nur hier gibt es ihn in seiner vollen Reinheit. Der Tansanit ist ein Verwandlungskünstler: Seine intensive Farbe kommt erst dann zum Vorschein, wenn er starker Hitze ausgesetzt ist.
Der Peridot ist mit seiner leuchtend grünen, frischen Farbe der ideale Edelstein für den Sommer. Er lässt sich hervorragend mit anderen Farbedelsteinen, wie etwa dem Tansanit, dem Achat, aber auch mit einem Mondstein kombinieren. Peridotsteine, eingefasst mit Brillanten als Anhänger oder Ohrringe sind schöne Geschenke für besondere Gelegenheiten. Du erfährst hier, was ein Peridot genau ist, woher er stammt, welche Wirkung ihm als Heilstein zugeschrieben wird, sowie mit welchen Materialien er bei der Schmuckherstellung oft kombiniert wird.
Tahitiperlen unterscheiden sich durch ihre hellgraue bis schwarze Farbe von anderen Perlensorten. Sie werden deutlich grösser als andere Perlen und daher vor allem für Kettenanhänger oder Ohrschmuck verwendet. Durch die aufwändige Zucht und die geringe Ausbeute gehören sie zu den teuersten Schmuckmaterialien überhaupt. Colliers und Armbänder mit Tahitiperlen sind exklusive modische Statements und Ausdruck von aussergewöhnlichem Luxus.
Paracord Armbänder aus robuster Schnur machen optisch einiges her und begeistern sogar die Männerwelt für geflochtenen Armschmuck. Der Grund dafür liegt wohl auch in der vielseitigen Nutzung des Paracord Nylons, das beim Militär, bei Bushcraftern, Survival Experten und Outdoorern äusserst beliebt ist. Die geflochtenen Armbänder kannst du ganz einfach selbst in kreativen Ideen umsetzen und dabei Länge, Dicke und Farben ganz nach deinem Geschmack gestalten. Welche Paracord Schnur dafür geeignet ist und wie du die Bänder flechtest, erfährst du hier.