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Diamantschliff – was den Rohkristall zum Funkeln bringt

Diamantschliff – was den Rohkristall zum Funkeln bringt

Diamanten für Schmuck, Anhänger und Ringe gibt es seit mehr als zweitausend Jahren. Der Rohkristall selbst ist milchig und trüb. Die Veredelung findet durch den Diamantschliff statt, wobei dieser auch andere Qualitätsmerkmale bestimmt, darunter wie wertvoll der Diamant am Ende ist oder wie viele Karat er hat. Das Schleifen und Polieren ermöglicht den optischen Effekt des klassischen Schmucksteins. Er wird in der Oktaederspitze abgeschliffen und weist dann eine zusätzliche Polierfläche auf. Wenn er besonders viele Facetten hat, handelt es sich um einen Brillanten.

Was unterscheidet einen Diamanten von einem Brillanten?

Der Diamant ist einer der härtesten Steine der Welt. Seine Flächen sind von oktaederförmigen Kristallen gebildet, die zunächst im Rohzustand farblos und trüb sind. Verunreinigungen sorgen für Kristallgitterdefekte, die den Diamanten zum Farbedelstein machen. Der Unterschied zwischen einem Diamanten und Brillanten liegt im Brillant- oder Altschliff. Besonders wertvolle Rohdiamanten werden durch den Klassiker der Schleifart veredelt und weisen dann insgesamt sechsundfünfzig Facetten auf, die den Stein durch das Lichtspiel zum Funkeln bringen. Nur dann darf sich ein Diamant Brillant nennen.

Wie wirkt sich der Schliff eines Diamanten aus?

Für Diamantringe spielen der Diamantschliff und die Form eine wichtige Rolle. Beide entscheiden, wie der Stein aussieht und funkelt. Dabei gibt es verschiedene Arten, wie Rohdiamanten geschliffen werden. Im ungeschliffenen Zustand lässt sich die Güte des Steins noch nicht ausmachen. Erst durch das Schleifen und Polieren ist ein Erkennen der eigentlichen Reinheit und Qualität des Diamanten möglich. Die Güte wird von folgenden Kriterien bestimmt:

  • Farbe
  • Karat
  • Schliff
  • Reinheit

Wie werden Diamanten geschliffen?

Bevor der Diamant sein eigentliches Funkeln erhält und zum Brillanten wird, ist das Schleifen notwendig. Dieser Vorgang hat sich über die Jahrhunderte professionalisiert und erweitert und enthält mittlerweile mehrere Arbeitsschritte, so das:

  • Spalten
  • Sägen
  • Reiben
  • Schleifen
  • Polieren

Der Rohdiamant als Edelstein zeigt eine gute Spaltbarkeit, die parallel zur Oktaederfläche verläuft. Hierfür ist starker Druck notwendig, der den Stein innerhalb eines Bruchteils von Sekunden in zwei Hälften spaltet, die dann zwei glatte Flächen aufweisen. Du verwendest dafür ein Spaltmesser und einen Hammer. Schwierig wird der Vorgang, wenn der Kristall bereits Risse aufweist, die sich erweitern können. Besser ist das Sägen, das gezielter auf den Stein einwirkt, jedoch als Arbeitsvorgang auch länger dauert. Mittlerweile gibt es dafür maschinelle Sägen. Was früher Tage dauerte, nimmt nun nur wenige Stunden in Anspruch. Der gesägte Stein wird gerieben und erhält so seine Form, beispielsweise rund oder oval. Beim Reiben bildet sich die Rundiste am Brillanten. Dabei handelt es sich um die feine Linie, die den Stein in den oberen und unteren Abschnitt teilt. Die dabei entstandenen natürlichen Kristallflächen kannst du oftmals weiter sehen. Sie dienen als Identitätsmerkmale. Am Ende folgt das Schleifen und Polieren in einem Arbeitsgang auf einer Schleifscheibe. Diese wird mit einer Paste aus Diamantboart bestrichen und besteht selbst aus Metall. Da der Diamant einer der härtesten Materialien ist, kann er nur mit Pulver geschliffen werden. Beim Diamantenschliff entstehen die gewünschten Facetten und Winkel, die der Stein am Ende haben soll. Neben Brillanten gibt es auch andere Formen.

Welche Schliffformen und Proportionen gibt es?

Aus jedem Diamanten entsteht nach dem Schliff ein Brillant, der die polierten und schrägen Winkel und Proportionen aufweist, durch die der Stein glitzert und funkelt. Die Form wird durch den Schliff bestimmt und kann auch anderweitig ausfallen. Alternative Schleifarten neben dem Brillantschliff sind:

  • der Fantasieschliff
  • der Rundschliff
  • der Radiantschliff
  • der Ascherschliff
  • der Prinzessinenschliff
  • der Glattschliff

Der Rundschliff ist der bekannteste. Auch er erhöht die Qualität und die Güte des Rohdiamanten. Die Steine leuchten in ihren Proportionen stärker und sind in ihrer Reinheit wertvoller als andere Schliffe. Der Rundschliff gestattet eine exzellente Lichtbrechung, so dass der Stein fast Funken sprüht. Das Breiten-Längen-Verhältnis liegt hier etwa bei eins.

Was ist der Brillantschliff?

Der Brillantschliff wurde 1910 entwickelt und heisst so, weil der Stein durch den Schliff seine eigentliche Brillanz erhält. Merkmale des Brillantschliffs sind die kreisrunde Rundiste und mindestens zweiunddreissig Facetten im Oberteil sowie vierundzwanzig Facetten im Unterteil. Anhand des Schliffs lässt sich das Gewicht ermitteln, das in Karat angegeben wird. Geschliffene Brillanten sind oft nach der Schleifart ihrer Erfinder oder deren eigene Bezeichnung für den Stein benannt, so der:

  • Tolkowsky-Brillant (nach Marcel Tolkowsky, mit hoher Lichtausbeute)
  • Ideal-Brillant (nach Johnson und Rösch, mit unförmigen Proportionen)
  • Parker-Brillant (geringe Farbaufspaltung, aber gute Lichtausbeute)

Wie eignen sich Diamanten für Uhren und Anhänger?

Diamantschmuck als Anhänger für Ketten oder als Edelstein für Verlobungsringe oder Eheringe liegt im Trend und erlaubt interessante Verarbeitungsmöglichkeiten in Einzelfassungen. Beliebt sind auch Uhren, die mit vielen kleinen Diamanten besetzt sind. Du kannst solche von den bekannten Marken vieler Schweizer Uhren oder von Rolex kaufen, die gleichzeitig zeitlos und edel sind. Teurer als Diamanten sind seltene Edelsteine wie der Tansanit, der durch den Juwelier Tiffany bekannt wurde.

Welcher Schliff ist für Diamantringe der beste?

Für Einzelfassungen von Diamantringen eignet sich der Rund- oder Brillantschliff am besten. Der Stein weist eine runde Form auf und wird in eine vierzackige Fassung gesetzt. So erhält er mehr Leuchtkraft und Glanz, was sich an einem Diamantring besonders eindrucksvoll ausnimmt.

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