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Tahitiperlen: Die dunkle „Königin der Perlen“

Tahitiperlen: Die dunkle „Königin der Perlen“

Tahitiperlen unterscheiden sich durch ihre hellgraue bis schwarze Farbe von anderen Perlensorten. Sie werden deutlich grösser als andere Perlen und daher vor allem für Kettenanhänger oder Ohrschmuck verwendet. Durch die aufwändige Zucht und die geringe Ausbeute gehören sie zu den teuersten Schmuckmaterialien überhaupt. Colliers und Armbänder mit Tahitiperlen sind exklusive modische Statements und Ausdruck von aussergewöhnlichem Luxus.

Was sind Tahitiperlen?

Tahitiperlen sind Perlen, die aus der Schwarzlippigen Perlenauster (Pinctada margaritifera cumingii) gewonnen werden. Ihr besonderes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Perlen ist ihre Farbe in verschiedenen Grautönen, die von silbrigem Hellgrau bis zu dunklem Anthrazitgrau reichen. Manchmal geht die Farbe auch in Richtung Braun. Es gibt auch wirklich schwarze Tahitiperlen, allerdings sind diese sehr selten. Im Licht zeigen sie unterschiedliche Farbreflexe, die in Richtung Grün, Blau, Türkis oder Violett gehen. Da die Perlen einen sehr schönen natürlichen Glanz besitzen, müssen sie kaum nachbearbeitet werden. Wegen ihrer Exklusivität (und ihrem daraus folgenden hohen Preis) wird die Tahitiperle auch gerne als „Königin der Perlen“ bezeichnet; Schmuck mit Tahitiperlen umweht stets eine Aura von aussergewöhnlichem Luxus und sichert seiner Trägerin bei jedem Anlass die Bewunderung der Kenner.

Wo werden Tahitiperlen gewonnen?

Die Schwarzlippige Perlenauster kommt natürlich in den Lagunen vieler polynesischer Atolle (vor allem den Australinseln, den Marquesas-Inseln, den Gesellschaftsinseln sowie den Inseln des Tuamotu-Archipels) vor. Auf Tahiti wird sie von den Ureinwohnern seit alters her als Schmuck verwendet, vor allem in Ohrgehängen, was ihr den heutigen Namen gab. In Europa tauchten Tahitiperlen zuerst im 19. Jahrhundert auf. Aufgrund ihrer Beliebtheit wurde die Schwarzlippige Perlenauster dafür fast ausgerottet. Inzwischen stammen nahezu alle Tahitiperlen aus Zuchtfarmen, die sich in den Lagunen dieser Inseln befinden. Für die Zucht wird den Perlmuscheln ein Perlmuttkern eingepflanzt, den sie mit einer natürlichen Perlmuttschicht umgeben. Anders als bei anderen Perlmuscheln kann jeder Muschel nur ein Perlmuttkern eingesetzt werden. Die Perlen können erst nach zwei bis drei Jahren geerntet werden, und oft stösst die Muschel den Kern wieder aus und erzeugt überhaupt keine Perle. Daher ist die Ausbeute an Perlen nicht besonders hoch. Der Preis einer Perle hängt von ihrer Grösse, ihrer Farbe und ihrer Form ab. Perfekt runde Perlen sind eher selten und daher am teuersten. Eine in jeder Hinsicht perfekte Tahitiperle kann einen vierstelligen Preis erreichen.

Welche Grösse haben Tahitiperlen?

Da die Schwarzlippige Perlenauster für eine Auster ungewöhnlich gross wird – sie erreicht eine Länge von bis zu 30 Zentimeter – bringt sie auch ungewöhnlich grossformatige Perlen hervor: Tahitiperlen haben Grössen zwischen neun und 17 Millimeter, manchmal auch mehr. Damit sind sie deutlich grösser als übliche Perlen und heben sich alleine dadurch schon von diesen ab. Ahnliche Durchmesser erreichen sonst nur die weissen bis hellgrauen Südseeperlen, die in Südostasien, Australien und den Pazifikinseln in der Perlmuschel Pinctada maxima gezüchtet werden.

Warum werden Tahitiperlen meist für Kettenanhänger oder Ohrhänger verwendet?

Da Tahitiperlen sehr gross werden, eignen sie sich vor allem als Solitärschmuckstück, etwa als Kettenanhänger oder paarweise für Ohrhänger oder Ohrstecker. Ein Kettenanhänger mit einer einzelnen grossen Tahitiperle ist ein sehr schönes und exklusives, dennoch aber erschwingliches Schmuckstück! Auf Ringen werden Tahitiperlen ähnlich wie Diamanten gerne als dominante Solitäre eingesetzt. Die Kombination mit Diamanten oder anderen Edelsteinen ist aber eher unüblich, auch wenn manche Schmuckdesigner schon Diamantringe mit Tahitiperlen kreiert haben. Uhren mit Tahitiperlen sind bislang nicht geschaffen worden. Die graue Färbung der Tahitiperlen harmoniert besonders mit Weissgold oder Platin sehr gut, aber auch für Schmuck aus Gelbgold werden Tahitiperlen verwendet.

Können Tahitiperlen auch für Colliers oder ein Armband verwendet werden?

Perlenketten aus einer grösseren Anzahl Tahitiperlen sind aufgrund des hohen Preises dieser Perlen exklusive Schmuckstücke. Ein Armband aus Tahitiperlen ist etwas preisgünstiger, aber auch dafür benötigt man je nach Grösse 15 bis 20 Perlen. Für ein Armband oder ein Collier werden oft Perlen unterschiedlicher Grösse sortiert nach ihrem Durchmesser aufgereiht. Beliebt sind dabei Kombinationen zwischen grauen Tahitiperlen und weissen Südseeperlen, die ähnliche Grössen erreichen. Manche Schmuckdesigner kombinieren Tahitiperlen auch mit naturbelassenen, also ungeschliffenen Steinen, um ihren aussergewöhnlichen Charakter zu betonen.

Wer hat Tahitiperlen im Schmucketui?

Tahitiperlen sind als exklusive Schmuckstücke beliebt und beweisen den Geschmack ihrer Trägerin für das Aussergewöhnliche. Viele Stars und Prominente haben daher Schmuck mit Tahitiperlen in ihrem privaten Schmucketui, auch auf den Red Carpets der grossen Events taucht diese Perle immer wieder auf. Manche Kosmetikhersteller verwenden Tahitiperlen auch auf ganz andere Art, nämlich als Inhaltsstoff für besonders hochpreisige Gesichtscremes. Ihr Nutzwert in diesem Zusammenhang ist allerdings umstritten.

Welche Rolle spielt Edelkontor im Perlenhandel?

Edelkontor ist eine Firma mit Sitz im deutschen Ort Kappeln, der sich auf den Handel mit verschiedenen Perlensorten spezialisiert hat und eigene Perlenfarmen betreibt. Edelkontor ist auch in der Schweiz aktiv. Im Angebot von Edelkontor befinden sich auch Tahitiperlen in grosser Auswahl.

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